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So werden Abwasserrohre gedämmt

Die Dämmung von Abwasserrohren ist nicht selten Teil des Mietrechts: In vielen Fällen beschweren sich Mieter über einen unzumutbaren Lärmpegel des rauschenden Wassers. Eine ausreichende Isolierung ist in den meisten Fällen unabdinglich, wenn die Wohnqualität erhalten bleiben soll. Erfahren Sie bei Sanitaer.org, wann die Abwasserrohre wie gedämmt werden!

Die Abwasserrohre müssen gedämmt werden, um den entstehenden Körper- und Luftschall zu vermindern. © Dyanap / pixabay.com

Die Dämmung der Abwasserrohre ist eines der essenziellen Projekte, wenn ein Gebäude als Wohnraum genutzt werden soll. In Deutschland geben dazu die Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, sowie die DIN 4109 genaue Angaben vor, wann welche Rohre gedämmt werden müssen. Dadurch soll der Geräuschpegel in Wohnräumen geregelt werden. Eine solche Dämmung hat verschiedene Zwecke und muss professionell angebracht werden, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Erfahren Sie im Folgenden, wie Abwasserrohre richtig gedämmt werden.

Wann und warum müssen Abwasserrohre gedämmt werden?

Die Dämmung von Abwasserrohren ist laut der DIN 4109 in Mehrfamilienhäusern notwendig. Da in Einfamilienhäusern keine benachbarten Wohnräumer zweiter oder dritter Parteien durch den Lärm gestört werden könnten, beziehen sich diese Vorgaben vor allem auf die Regelung des Geräuschpegels in Mehrfamilienhäusern. Aus diesem Grund sind auch Räume, die nicht für die ständige Nutzung gedacht sind, von den vorgeschriebenen Dämmmaßnahmen ausgenommen, also zum Beispiel Flure. Die DIN 4109 richtet sich also vor allem an benachbarte Wohnungen und Einrichtungen wie Seniorenheime, Hotels oder auch Bürogebäude.

Sind die Abwasserrohre im Haus verlegt, ist eine Dämmung notwendig, denn auch durch die Stärke der Wand hindurch ist das Rauschen des Wassers in den anliegenden Wohnräumen deutlich hörbar. Dabei handelt es sich um Körperschall, der zu Luftschall wird, sich also durch die Luft ausbreitet. Auch die Betätigungsgeräusche der verbundenen Armaturen sowie die normalen Nutzungsgeräusche – zum Beispiel in der Badewanne oder der Dusche – können ohne geeignete Dämmung sehr störend sein. Dabei bietet die Wandung der Abwasserrohre zwar einen gewissen Schutz, dieser ist jedoch bei weitem nicht ausreichend: Liegen die Sanitärräume des Hauses besonders ungünstig, also zum Beispiel direkt neben einem Schlafzimmer, kann dies die Wohnqualität im Alltag enorm einschränken. Auch die Gesundheit leidet langfristig unter dem Lärm, denn auf Dauer kann ein solcher Geräuschpegel die Ohren schädigen und zu Stress führen.

Der Schutz vor Schall muss in Wohnräumen allerdings auch aus rechtlichen Gründen gewährleistet werden. Die passende Dämmung der Abwasserrohre ist in der DIN 4109 geregelt, die verbindlich unter 30 dB (Dezibel) in Wohn- und Schlafräumen und unter 35 dB (Dezibel) in Unterrichts- und Arbeitsräumen betragen muss.

Die Dämmung der Abwasserrohre hat allerdings auch einen technischen Hintergrund: Die Dämmung wird nämlich auch angebracht, um Schwitzwasser zu verhindern. Zwar müssen die Abwasserrohre prinzipiell – im Gegensatz zu Heizungsrohren – nicht warmgehalten werden, jedoch muss die Bildung von Feuchtigkeit verhindert werden, um Schäden an anliegenden Bauteilen und eine Minderung der Funktionsfähigkeit der Leitungen zu verhindern.

So wird die Dämmung der Abwasserrohre vorgenommen

Vorbeugung durch die richtige Planung und Material

Eine Verminderung der Lautstärke des Schalls in den genutzten Wohnräumen kann zunächst dadurch erzielt werden, dass die Rohrleitungen sinnvoll geplant werden. Werden die Sanitärräume sowie die Küche direkt nebeneinander oder übereinander angeordnet, ist das fließende Wasser in den Schlafräumen zum Beispiel erheblich weniger deutlich zu hörbar. Die Vorbeugung des Lärms beginnt also bereits bei der Grundrissplanung eines Gebäudes! Weiterhin kann der Geräuschpegel der Abwasserrohre auch ohne Dämmung bereits bei der Wahl des Materials vermindert werden: Durch die Montage von gusseisernen Leitungen wird die Schwingung und damit der Luftschall bei der Verwendung verringert, da dieses Material deutlich schwerer ist als der gängige Kunststoff.

UNSER TIPP:
Mittlerweile gibt es auch luftschallgedämmte Kunststoffrohre, die mehrschichtig aufgebaut sind. So sollen die Luftschallwerte verkleinert werden.

Die Anschaffung dieser Rohre wirkt allerdings lediglich dem Luftschall entgegen – der Körperschall besteht weiterhin, wenn die Abwasserrohre nicht gedämmt werden. Durch eine fachgerechte Montage bei der Verlegung der Rohre kann auch der Körperschall stark reduziert werden: Die Abwasserrohre sollten keinen direkten Kontakt zu umgebenden Bauteilen oder dem Bauwerk haben. Eine körperschallentkoppelte Montage der Abwassertechnik ist daher systemweit unabdinglich.

Anbringung der Dämmung

Grundsätzlich gilt: Damit die angebrachte Dämmung an den Abwasserrohren ihren Zweck erfüllt, muss sie systemweit durchgeführt werden. Eine lückenlose und widerstandsfähige Anbringung ist hier unbedingt notwendig, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

Für die Dämmung der Abwasserrohre sollten Materialien verwendet werden, die besonders druckfest sind. Rohrschalen oder auch Lamellenmatten sind hierfür besonders gut geeignet. Diese Ummantelungen werden an die Abwasserrohre angelegt und an beweglichen Bauteilen, also zum Beispiel Gummimetallbefestigungen, montiert. So sitzt die Dämmung auch bei Bewegungen der Rohre noch fest.

Selbstständiger Bau oder Arbeit vom Fachmann?

Nicht selten führt die mangelnde Dämmung der Abwasserrohre zu Beschwerden der Bewohner des Hauses, wenn sich diese durch den Lärm aus benachbarten Wohnungen gestört fühlen. Zu Recht, denn der Hausbesitzer muss grundsätzlich dafür sorgen, dass die Rohre auch bei Verwendung keine Lärmbelästigung in den Wohn- und Schlafräumen darstellen.

In vielen Fällen treten die Probleme erst auf, wenn die Rohre bereits in Wandschlitzen verbaut sind. In diesen Fällen müssten die Rohre erst freigelegt und dann gedämmt werden. Bei außenliegenden Abwasserrohren ist die Dämmung etwas einfacher zu handhaben, am sinnvollsten ist es jedoch, die Dämmung der Abwasserrohre bereits beim Neubau zu bedenken, um Umstände zu vermeiden.

Zudem sollte die Arbeit an Abwasserrohren ausschließlich von Fachmännern erfolgen. Nur der Profi aus dem Sanitärbereich kann prüfen, welches Dämmmaterial sich im vorliegenden Fall am besten eignet. Der Anlagenmechaniker bringt das Material dann auch fachkundig an, sodass eine lückenlose Dämmung der Abwasserrohre gewährleistet wird.

UNSER TIPP:
Wenn Sie einen Fachmann anstellen, kann dieser die Rohrleitungen auch auf Schäden und defekte untersuchen. Vor allem ältere Abwasserrohre sind nicht selten undicht. In diesem Fall ist eine Erneuerung der Rohre oder eine Reparatur notwendig.

Prinzipiell sollten Laien und Heimwerker darauf verzichten, die Abwasserrohre selbstständig zu dämmen. In der Regel unterlaufen hier Fehler – zum Beispiel an den Verbindungsstücken zwischen den Rohren – die das Ergebnis erheblich beeinträchtigen.

Fazit

Die Dämmung der Abwasserrohre ist vor allem in Mehrfamilienhäusern zu beachten. Durch Körperschall sowie Luftschall entsteht bei der Verwendung der Abwasserrohre Lärm, der ohne Dämmung eine erhebliche Belastung für die Bewohner darstellt. Daher sollte frühzeitig – am besten bereits bei der Planung des Grundrisses beim Neubau – ein Fachmann aus dem Sanitärbereich hinzugezogen werden. Dieser bringt eine Dämmung aus Rohrschalen oder Lamellenmatten an und sorgt so für den nötigen Schallschutz.

Die Dämmung von Abwasserrohren ist nicht selten Teil des Mietrechts: In vielen Fällen beschweren sich Mieter über einen unzumutbaren Lärmpegel des rauschenden Wassers. Eine ausreichende Isolierung ist in den meisten Fällen unabdinglich, wenn die Wohnqualität erhalten bleiben soll. Erfahren Sie bei Sanitaer.org, wann die Abwasserrohre wie gedämmt werden!

Die Abwasserrohre müssen gedämmt werden, um den entstehenden Körper- und Luftschall zu vermindern. © Dyanap / pixabay.com

Die Dämmung der Abwasserrohre ist eines der essenziellen Projekte, wenn ein Gebäude als Wohnraum genutzt werden soll. In Deutschland geben dazu die Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, sowie die DIN 4109 genaue Angaben vor, wann welche Rohre gedämmt werden müssen. Dadurch soll der Geräuschpegel in Wohnräumen geregelt werden. Eine solche Dämmung hat verschiedene Zwecke und muss professionell angebracht werden, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Erfahren Sie im Folgenden, wie Abwasserrohre richtig gedämmt werden.

Wann und warum müssen Abwasserrohre gedämmt werden?

Die Dämmung von Abwasserrohren ist laut der DIN 4109 in Mehrfamilienhäusern notwendig. Da in Einfamilienhäusern keine benachbarten Wohnräumer zweiter oder dritter Parteien durch den Lärm gestört werden könnten, beziehen sich diese Vorgaben vor allem auf die Regelung des Geräuschpegels in Mehrfamilienhäusern. Aus diesem Grund sind auch Räume, die nicht für die ständige Nutzung gedacht sind, von den vorgeschriebenen Dämmmaßnahmen ausgenommen, also zum Beispiel Flure. Die DIN 4109 richtet sich also vor allem an benachbarte Wohnungen und Einrichtungen wie Seniorenheime, Hotels oder auch Bürogebäude.

Sind die Abwasserrohre im Haus verlegt, ist eine Dämmung notwendig, denn auch durch die Stärke der Wand hindurch ist das Rauschen des Wassers in den anliegenden Wohnräumen deutlich hörbar. Dabei handelt es sich um Körperschall, der zu Luftschall wird, sich also durch die Luft ausbreitet. Auch die Betätigungsgeräusche der verbundenen Armaturen sowie die normalen Nutzungsgeräusche – zum Beispiel in der Badewanne oder der Dusche – können ohne geeignete Dämmung sehr störend sein. Dabei bietet die Wandung der Abwasserrohre zwar einen gewissen Schutz, dieser ist jedoch bei weitem nicht ausreichend: Liegen die Sanitärräume des Hauses besonders ungünstig, also zum Beispiel direkt neben einem Schlafzimmer, kann dies die Wohnqualität im Alltag enorm einschränken. Auch die Gesundheit leidet langfristig unter dem Lärm, denn auf Dauer kann ein solcher Geräuschpegel die Ohren schädigen und zu Stress führen.

Der Schutz vor Schall muss in Wohnräumen allerdings auch aus rechtlichen Gründen gewährleistet werden. Die passende Dämmung der Abwasserrohre ist in der DIN 4109 geregelt, die verbindlich unter 30 dB (Dezibel) in Wohn- und Schlafräumen und unter 35 dB (Dezibel) in Unterrichts- und Arbeitsräumen betragen muss.

Die Dämmung der Abwasserrohre hat allerdings auch einen technischen Hintergrund: Die Dämmung wird nämlich auch angebracht, um Schwitzwasser zu verhindern. Zwar müssen die Abwasserrohre prinzipiell – im Gegensatz zu Heizungsrohren – nicht warmgehalten werden, jedoch muss die Bildung von Feuchtigkeit verhindert werden, um Schäden an anliegenden Bauteilen und eine Minderung der Funktionsfähigkeit der Leitungen zu verhindern.

So wird die Dämmung der Abwasserrohre vorgenommen

Vorbeugung durch die richtige Planung und Material

Eine Verminderung der Lautstärke des Schalls in den genutzten Wohnräumen kann zunächst dadurch erzielt werden, dass die Rohrleitungen sinnvoll geplant werden. Werden die Sanitärräume sowie die Küche direkt nebeneinander oder übereinander angeordnet, ist das fließende Wasser in den Schlafräumen zum Beispiel erheblich weniger deutlich zu hörbar. Die Vorbeugung des Lärms beginnt also bereits bei der Grundrissplanung eines Gebäudes! Weiterhin kann der Geräuschpegel der Abwasserrohre auch ohne Dämmung bereits bei der Wahl des Materials vermindert werden: Durch die Montage von gusseisernen Leitungen wird die Schwingung und damit der Luftschall bei der Verwendung verringert, da dieses Material deutlich schwerer ist als der gängige Kunststoff.

UNSER TIPP:
Mittlerweile gibt es auch luftschallgedämmte Kunststoffrohre, die mehrschichtig aufgebaut sind. So sollen die Luftschallwerte verkleinert werden.

Die Anschaffung dieser Rohre wirkt allerdings lediglich dem Luftschall entgegen – der Körperschall besteht weiterhin, wenn die Abwasserrohre nicht gedämmt werden. Durch eine fachgerechte Montage bei der Verlegung der Rohre kann auch der Körperschall stark reduziert werden: Die Abwasserrohre sollten keinen direkten Kontakt zu umgebenden Bauteilen oder dem Bauwerk haben. Eine körperschallentkoppelte Montage der Abwassertechnik ist daher systemweit unabdinglich.

Anbringung der Dämmung

Grundsätzlich gilt: Damit die angebrachte Dämmung an den Abwasserrohren ihren Zweck erfüllt, muss sie systemweit durchgeführt werden. Eine lückenlose und widerstandsfähige Anbringung ist hier unbedingt notwendig, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

Für die Dämmung der Abwasserrohre sollten Materialien verwendet werden, die besonders druckfest sind. Rohrschalen oder auch Lamellenmatten sind hierfür besonders gut geeignet. Diese Ummantelungen werden an die Abwasserrohre angelegt und an beweglichen Bauteilen, also zum Beispiel Gummimetallbefestigungen, montiert. So sitzt die Dämmung auch bei Bewegungen der Rohre noch fest.

Selbstständiger Bau oder Arbeit vom Fachmann?

Nicht selten führt die mangelnde Dämmung der Abwasserrohre zu Beschwerden der Bewohner des Hauses, wenn sich diese durch den Lärm aus benachbarten Wohnungen gestört fühlen. Zu Recht, denn der Hausbesitzer muss grundsätzlich dafür sorgen, dass die Rohre auch bei Verwendung keine Lärmbelästigung in den Wohn- und Schlafräumen darstellen.

In vielen Fällen treten die Probleme erst auf, wenn die Rohre bereits in Wandschlitzen verbaut sind. In diesen Fällen müssten die Rohre erst freigelegt und dann gedämmt werden. Bei außenliegenden Abwasserrohren ist die Dämmung etwas einfacher zu handhaben, am sinnvollsten ist es jedoch, die Dämmung der Abwasserrohre bereits beim Neubau zu bedenken, um Umstände zu vermeiden.

Zudem sollte die Arbeit an Abwasserrohren ausschließlich von Fachmännern erfolgen. Nur der Profi aus dem Sanitärbereich kann prüfen, welches Dämmmaterial sich im vorliegenden Fall am besten eignet. Der Anlagenmechaniker bringt das Material dann auch fachkundig an, sodass eine lückenlose Dämmung der Abwasserrohre gewährleistet wird.

UNSER TIPP:
Wenn Sie einen Fachmann anstellen, kann dieser die Rohrleitungen auch auf Schäden und defekte untersuchen. Vor allem ältere Abwasserrohre sind nicht selten undicht. In diesem Fall ist eine Erneuerung der Rohre oder eine Reparatur notwendig.

Prinzipiell sollten Laien und Heimwerker darauf verzichten, die Abwasserrohre selbstständig zu dämmen. In der Regel unterlaufen hier Fehler – zum Beispiel an den Verbindungsstücken zwischen den Rohren – die das Ergebnis erheblich beeinträchtigen.

Fazit

Die Dämmung der Abwasserrohre ist vor allem in Mehrfamilienhäusern zu beachten. Durch Körperschall sowie Luftschall entsteht bei der Verwendung der Abwasserrohre Lärm, der ohne Dämmung eine erhebliche Belastung für die Bewohner darstellt. Daher sollte frühzeitig – am besten bereits bei der Planung des Grundrisses beim Neubau – ein Fachmann aus dem Sanitärbereich hinzugezogen werden. Dieser bringt eine Dämmung aus Rohrschalen oder Lamellenmatten an und sorgt so für den nötigen Schallschutz.

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