Qualität verpflichtet – eine Initiative von Sanitaer.org
 

Außendienstmonteure: Mit mehr Effektivität zu mehr Zufriedenheit

Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Großteil der sanitären Arbeit vor Ort beim Kunden geleistet wird. Und hier können Unternehmen nicht nur die Effektivität ihrer Mitarbeiter erhöhen, sondern auch bares Geld sparen und den Kunden zufriedener machen.

Digitale Helfer im Handwerk

Ob verstopfte Abflüsse oder die Installation einer ganzen Heizungsanlage auf der Baustelle: Die meisten Handwerker im Santiärbereich arbeiten außerhalb der Firma – das bietet eine Menge Potenzial für Einsparungen durch Effektivität. © Peter Atkins, fotolia.com

Ein typischer Montagmorgen in einem der rund 52.000 Sanitär-Heizung-Klima-Betriebe Deutschlands: Die Monteure kommen in der Firma zusammen, die Aufträge des Tages werden verteilt und dann geht es los: Erst ein Wasserrohrbruch hier, der hat Priorität, dann bei einem Kunden eine Pelletheizung einbauen. Und dazwischen immer wieder: Fahren, Staus, Zwangspausen. Zwar sind gewisse Verzögerungen durch die Natur des Berufsbilds nicht zu vermeiden, aber immerhin können Unternehmer diese so gestalten, dass keine Zeitverluste entstehen. Wie das aussehen kann, erklärt Ihnen Sanitaer.org.

Die genaue Zeit- und Routenplanung

Es wird immer Aufträge geben, die aus irgendeinem Grund dazwischengeschoben werden müssen, etwa der erwähnte Wasserrohrbruch. Aber grundsätzlich sollten Firmenbesitzer versuchen, aus der Anzahl ihrer Mitarbeiter, den zur Verfügung stehenden Fahrzeugen und der Auftragslage ein Maximum herauszuholen.
Im Klartext bedeutet das: Es muss vorgeplant werden. Dazu ist es nötig, folgende Punkte zu eruieren:
1. Welcher Monteur ist für welchen Kunden vorgesehen?
2. Welche Aufträge liegen örtlich so beieinander, dass sie vom gleichen Monteur nacheinander erledigt werden können?
3. Wie ist der geschätzte Zeitaufwand für die einzelnen Aufträge?

Hintergrund ist folgender: Jeden Morgen sollten die Handwerker so eingeteilt sein, dass sie mit maximaler Effektivität und kürzesten Wegen arbeiten können. Beispielsweise wäre das der Fall, wenn ein Monteur beim Kunden eine Waschmaschine anliefern und installieren muss – was nicht viel Zeit in Anspruch nimmt – und dann in einem, nur wenige Kilometer entfernten Ort eine andere Arbeit übernimmt. Das Gegenteil wäre, würden für die gleichen Aufträge zwei Teams losgeschickt: Damit würden die Arbeiten zwar gleichzeitig erledigt, es fiele jedoch ein Mehr an Fahrstrecke an, was sich mit Folgeaufträgen multiplizieren würde.
Dafür sollte man sich die Segnungen des Internets zunutze machen: Kostenlose Routenplaner gibt es zuhauf – sie alle zeigen nicht nur die metergenaue Distanz an, sondern auch die schnellste bzw. kürzeste Route und ermöglichen so sehr effektives Verplanen der eigenen Kräfte.

Genauen Überblick behalten

GPS-Überwachung Fahrzeug

Wo befindet sich gerade welches Fahrzeug? Dieses Wissen ist für Planungen immens wichtig und kann dank moderner Technik auch in Echtzeit vermittelt werden. © th-photo, fotolia.com

Naturgemäß sind Außendienstmonteure es gewohnt, dass sie an der „langen Leine“ gehalten werden. Allerdings werden sie diese Freiheiten zugunsten einer effektiveren Ablaufstraffung etwas eingrenzen müssen. Nur ein Chef, der jederzeit einen genauen Überblick darüber hat, wer und was sich gerade wo befindet, kann wirklich effektiv planen.

Und dazu gehört nicht nur eine regelmäßige Rückmeldung des Personals – dazu gibt es schließlich Handys – sondern auch eine ortsgenaue Kontrolle der Fahrzeuge und des Werkzeugs: Mittels moderner Technik lassen sich Echtzeit-Überwachungen realisieren. Betriebe können so nicht nur feststellen, wo sich ihre Monteure gerade befinden, sondern gleichzeitig auch die Vollständigkeit des Werkzeugbestands kontrollieren. Möglich wird das durch RFID-Identifikation in Kombination mit GPS-Sendern. Diese Technik ist zudem auch ein äußerst effektiver Schutz des teuren Arbeitsmaterials: Wer hat welches Werkzeug gerade wo dabei? In der heutigen Zeit ist die Antwort nur Mausklicks entfernt – das hilft nicht nur bei der Planung, sondern auch nach etwaigen Diebstählen und selbst dann, wenn beispielsweise ein Monteur das Firmenfahrzeug nach Feierabend mit nachhause nehmen durfte, am nächsten Tag aber krankheitsbedingt ausfällt – schließlich weiß gerade in großen Unternehmen nicht jeder Mitarbeiter, wo seine Kollegen wohnen.

Navigation vermeidet Stillstand

Rien ne va plus – nichts geht mehr. Allerdings liegt es am Handwerker, zu entscheiden, ob er in solchen Momenten die Firma informiert, damit diese umplanen kann. © stux, pixabay.com

Dieser Punkt spricht zwar nicht alle Sanitärbetriebe an, aber viele: Nicht jedes Unternehmen besitzt nur kleine Kastenwagen, manche haben auch LKW. Und genau hier wird es dann, nicht nur im Zug einer effektiven Planung, immens wichtig, die Laster auch mit dem richtigen Navigationssystem auszustatten:
Das Web ist voll von Meldungen, bei denen Fahrer von LKW und selbst Hochdach-Transportern blind ihrem Navi vertrauten und diese Denkweise mit einem Unfall bezahlten, bei dem sie an niedrigen Brücken oder Unterführungen hängen blieben.

Das hat folgenden Hintergrund: Normale Navigationsgeräte und auch die Software in Smartphones sind in aller Regel auf die Belange von PKW zugeschnitten und ignorieren schlicht, dass manche Routen für höhere und/oder schwerere Fahrzeuge unpassierbar sind. Wer hier falsche Sparsamkeit an den Tag legt und seinen Monteuren keine dedizierten LKW-Navigationsgeräte oder –software zur Verfügung stellt, legt den Grundstein für Ärger. Denn selbst wenn es nicht zu den oben genannten Unfällen kommt, kann die Routenführung dafür sorgen, dass lange, zeitaufwändige Umwege entstehen, die sich leicht vermeiden ließen.

Keine Verzögerung bei Verzögerungen

Zu Planabweichungen kann es immer kommen – etwa in Form eines Staus oder einer Panne, um nur zwei zu nennen. Wichtig ist es dann, dass diese Unterbrechungen nicht zu verschwendeter Arbeitszeit führen – etwas, das auch im Sinne der meisten Monteure ist:

Beispielsweise können die Außendienstler dazu angehalten werden, ihre Stundenzettel unterwegs oder in den Pausen auszufüllen, anstatt nach Feierabend in der Firma. Und gleichzeitig kommt auch hier einmal mehr der in Punkt 2 genannten Rückmeldung eine erhöhte Bedeutung zu: Wenn sich die am Morgen ausgegebenen (geschätzten) Zeiten aus irgendeinem Grund nicht einhalten lassen, müssten Monteure dazu erzogen werden, sofort Rückmeldung in der Firma zu geben, damit man dort die Möglichkeit hat, gegebenenfalls umzudisponieren.

Allerdings sollte dabei auch Maß eingehalten werden: Wenn Handwerker auf der Autobahn in einen langen Stau geraten und nicht abschätzen können, wie lange sie dort festsitzen, ist das Zücken des Handys natürlich ebenso angebracht wie bei einer Panne oder einem Unfall. Wenn sich die Fahrt durch die Stadt jedoch nur wegen eines untypisch dichten Verkehrs um einige Minuten verzögert, würde ein solcher Anruf nur zu unnötiger Neuplanung führen – an dieser Stelle ist es auch wichtig, dass die Monteure genug Eigenverantwortung und Augenmaß an den Tag legen, um solche Situationen selbst richtig einschätzen zu können.

Fazit

Umfangreiche Planung bedeutet zwar etwas Mehrarbeit, ist aber der Schlüssel zu einem Sanitärunternehmen, das seine Kräfte so effektiv einsetzt, wie es nur irgendwie möglich ist und dabei sowohl unnötige Fahrten, als auch Kraftstoffkosten und Zeit einspart.

 

Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Großteil der sanitären Arbeit vor Ort beim Kunden geleistet wird. Und hier können Unternehmen nicht nur die Effektivität ihrer Mitarbeiter erhöhen, sondern auch bares Geld sparen und den Kunden zufriedener machen.

Digitale Helfer im Handwerk

Ob verstopfte Abflüsse oder die Installation einer ganzen Heizungsanlage auf der Baustelle: Die meisten Handwerker im Santiärbereich arbeiten außerhalb der Firma – das bietet eine Menge Potenzial für Einsparungen durch Effektivität. © Peter Atkins, fotolia.com

Ein typischer Montagmorgen in einem der rund 52.000 Sanitär-Heizung-Klima-Betriebe Deutschlands: Die Monteure kommen in der Firma zusammen, die Aufträge des Tages werden verteilt und dann geht es los: Erst ein Wasserrohrbruch hier, der hat Priorität, dann bei einem Kunden eine Pelletheizung einbauen. Und dazwischen immer wieder: Fahren, Staus, Zwangspausen. Zwar sind gewisse Verzögerungen durch die Natur des Berufsbilds nicht zu vermeiden, aber immerhin können Unternehmer diese so gestalten, dass keine Zeitverluste entstehen. Wie das aussehen kann, erklärt Ihnen Sanitaer.org.

Die genaue Zeit- und Routenplanung

Es wird immer Aufträge geben, die aus irgendeinem Grund dazwischengeschoben werden müssen, etwa der erwähnte Wasserrohrbruch. Aber grundsätzlich sollten Firmenbesitzer versuchen, aus der Anzahl ihrer Mitarbeiter, den zur Verfügung stehenden Fahrzeugen und der Auftragslage ein Maximum herauszuholen.
Im Klartext bedeutet das: Es muss vorgeplant werden. Dazu ist es nötig, folgende Punkte zu eruieren:
1. Welcher Monteur ist für welchen Kunden vorgesehen?
2. Welche Aufträge liegen örtlich so beieinander, dass sie vom gleichen Monteur nacheinander erledigt werden können?
3. Wie ist der geschätzte Zeitaufwand für die einzelnen Aufträge?

Hintergrund ist folgender: Jeden Morgen sollten die Handwerker so eingeteilt sein, dass sie mit maximaler Effektivität und kürzesten Wegen arbeiten können. Beispielsweise wäre das der Fall, wenn ein Monteur beim Kunden eine Waschmaschine anliefern und installieren muss – was nicht viel Zeit in Anspruch nimmt – und dann in einem, nur wenige Kilometer entfernten Ort eine andere Arbeit übernimmt. Das Gegenteil wäre, würden für die gleichen Aufträge zwei Teams losgeschickt: Damit würden die Arbeiten zwar gleichzeitig erledigt, es fiele jedoch ein Mehr an Fahrstrecke an, was sich mit Folgeaufträgen multiplizieren würde.
Dafür sollte man sich die Segnungen des Internets zunutze machen: Kostenlose Routenplaner gibt es zuhauf – sie alle zeigen nicht nur die metergenaue Distanz an, sondern auch die schnellste bzw. kürzeste Route und ermöglichen so sehr effektives Verplanen der eigenen Kräfte.

Genauen Überblick behalten

GPS-Überwachung Fahrzeug

Wo befindet sich gerade welches Fahrzeug? Dieses Wissen ist für Planungen immens wichtig und kann dank moderner Technik auch in Echtzeit vermittelt werden. © th-photo, fotolia.com

Naturgemäß sind Außendienstmonteure es gewohnt, dass sie an der „langen Leine“ gehalten werden. Allerdings werden sie diese Freiheiten zugunsten einer effektiveren Ablaufstraffung etwas eingrenzen müssen. Nur ein Chef, der jederzeit einen genauen Überblick darüber hat, wer und was sich gerade wo befindet, kann wirklich effektiv planen.

Und dazu gehört nicht nur eine regelmäßige Rückmeldung des Personals – dazu gibt es schließlich Handys – sondern auch eine ortsgenaue Kontrolle der Fahrzeuge und des Werkzeugs: Mittels moderner Technik lassen sich Echtzeit-Überwachungen realisieren. Betriebe können so nicht nur feststellen, wo sich ihre Monteure gerade befinden, sondern gleichzeitig auch die Vollständigkeit des Werkzeugbestands kontrollieren. Möglich wird das durch RFID-Identifikation in Kombination mit GPS-Sendern. Diese Technik ist zudem auch ein äußerst effektiver Schutz des teuren Arbeitsmaterials: Wer hat welches Werkzeug gerade wo dabei? In der heutigen Zeit ist die Antwort nur Mausklicks entfernt – das hilft nicht nur bei der Planung, sondern auch nach etwaigen Diebstählen und selbst dann, wenn beispielsweise ein Monteur das Firmenfahrzeug nach Feierabend mit nachhause nehmen durfte, am nächsten Tag aber krankheitsbedingt ausfällt – schließlich weiß gerade in großen Unternehmen nicht jeder Mitarbeiter, wo seine Kollegen wohnen.

Navigation vermeidet Stillstand

Rien ne va plus – nichts geht mehr. Allerdings liegt es am Handwerker, zu entscheiden, ob er in solchen Momenten die Firma informiert, damit diese umplanen kann. © stux, pixabay.com

Dieser Punkt spricht zwar nicht alle Sanitärbetriebe an, aber viele: Nicht jedes Unternehmen besitzt nur kleine Kastenwagen, manche haben auch LKW. Und genau hier wird es dann, nicht nur im Zug einer effektiven Planung, immens wichtig, die Laster auch mit dem richtigen Navigationssystem auszustatten:
Das Web ist voll von Meldungen, bei denen Fahrer von LKW und selbst Hochdach-Transportern blind ihrem Navi vertrauten und diese Denkweise mit einem Unfall bezahlten, bei dem sie an niedrigen Brücken oder Unterführungen hängen blieben.

Das hat folgenden Hintergrund: Normale Navigationsgeräte und auch die Software in Smartphones sind in aller Regel auf die Belange von PKW zugeschnitten und ignorieren schlicht, dass manche Routen für höhere und/oder schwerere Fahrzeuge unpassierbar sind. Wer hier falsche Sparsamkeit an den Tag legt und seinen Monteuren keine dedizierten LKW-Navigationsgeräte oder –software zur Verfügung stellt, legt den Grundstein für Ärger. Denn selbst wenn es nicht zu den oben genannten Unfällen kommt, kann die Routenführung dafür sorgen, dass lange, zeitaufwändige Umwege entstehen, die sich leicht vermeiden ließen.

Keine Verzögerung bei Verzögerungen

Zu Planabweichungen kann es immer kommen – etwa in Form eines Staus oder einer Panne, um nur zwei zu nennen. Wichtig ist es dann, dass diese Unterbrechungen nicht zu verschwendeter Arbeitszeit führen – etwas, das auch im Sinne der meisten Monteure ist:

Beispielsweise können die Außendienstler dazu angehalten werden, ihre Stundenzettel unterwegs oder in den Pausen auszufüllen, anstatt nach Feierabend in der Firma. Und gleichzeitig kommt auch hier einmal mehr der in Punkt 2 genannten Rückmeldung eine erhöhte Bedeutung zu: Wenn sich die am Morgen ausgegebenen (geschätzten) Zeiten aus irgendeinem Grund nicht einhalten lassen, müssten Monteure dazu erzogen werden, sofort Rückmeldung in der Firma zu geben, damit man dort die Möglichkeit hat, gegebenenfalls umzudisponieren.

Allerdings sollte dabei auch Maß eingehalten werden: Wenn Handwerker auf der Autobahn in einen langen Stau geraten und nicht abschätzen können, wie lange sie dort festsitzen, ist das Zücken des Handys natürlich ebenso angebracht wie bei einer Panne oder einem Unfall. Wenn sich die Fahrt durch die Stadt jedoch nur wegen eines untypisch dichten Verkehrs um einige Minuten verzögert, würde ein solcher Anruf nur zu unnötiger Neuplanung führen – an dieser Stelle ist es auch wichtig, dass die Monteure genug Eigenverantwortung und Augenmaß an den Tag legen, um solche Situationen selbst richtig einschätzen zu können.

Fazit

Umfangreiche Planung bedeutet zwar etwas Mehrarbeit, ist aber der Schlüssel zu einem Sanitärunternehmen, das seine Kräfte so effektiv einsetzt, wie es nur irgendwie möglich ist und dabei sowohl unnötige Fahrten, als auch Kraftstoffkosten und Zeit einspart.

 

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