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Das Ende der Energiewende? Entwicklung erneuerbarer Energie in Deutschland

Die Energiewende hat sich trotz umfangreichen Förderungen noch nicht derart positiv entwickelt, wie anzunehmen ist. In Deutschland wurden nicht einmal 13 Prozent der Primärenergie aus erneuerbaren Energien gewonnen.
Wie die Entwicklung im Einzelnen aussieht, erfahren Sie auf Sanitaer.org.

Energiewende am Ende?

Ist die Energiewende noch zu schaffen? © AGEB e.V.

Laut einer Studie der Deutsche Bank Research hat die deutsche Energiewende bisher nicht den gewünschten Erfolg. Die Entwicklung liege deutlich hinter dem Zeitplan und nicht einmal die ökologischen Teilziele wurden erreicht. Fortschritte sind nur durch enorme finanzielle Förderungen und Subventionen zu verbuchen – fehlt diese Unterstützung, so wird laut Studie auch nicht in die Nachhaltigkeit investiert. Weiterhin fällt negativ auf, dass keine quantifizierbaren Zielgrößen im Bereich Wirtschaft sowie Versorgungssicherheit vorhanden sind. Die vorgenommenen Ziele in puncto Energiewende werden nicht erreicht, da es hier zum Einen physikalische Grenzen gibt, zum anderen das Zeitbudget fehlt, die politische Machbarkeit nicht gegeben und die Kosten zu hoch sind, so Deutsche Bank Research.

Trotz EEG-Förderung liegt der Anteil der gewonnenen Energie durch Photovoltaik oder Windkraft trotz 15jähriger, finanzieller Unterstützung lediglich bei 3,7 Prozent. Der Großteil der Energie – über 87 Prozent – wird weiterhin über Kernkraft sowie Gas und Öl gewonnen.

Investition nur bei Subvention

Auf Grund der hohen Anschaffungskosten, scheuen viele Bürger den Schritt um privat in erneuerbare Energien zu investieren. Photovoltaik- und Windkraftanlagen sind zwar in der Anschaffung sehr hoch, allerdings amortisieren sich diese Kosten nach einigen Jahren auf Grund der langfristig niedrigen Grenzkosten. Diese Lücke kann wiederum nur durch Förderungen und Subventionen geschlossen werden, da dies laut Studie häufig der größte Anreiz und ausschlaggebende Punkt für derartige zukunftsweisende Investitionen sind.

Nutzen vs. Nutzen

Trotz scheinbar schneller, technischer Entwicklung bei der erneuerbaren Energie, ist die Leistungsfähigkeit dieser noch nicht vollkommen optimiert. Die Anlagen leisten oftmals nicht genug, um entsprechend andere Energiequellen abzulösen.
So nutzten etwa Onshore-Anlagen etwa 17 Prozent und Photovoltaik-Anlagen sogar nur 11 Prozent der maximalen Volllaststunden. Auch die Speichermöglichkeiten der gewonnen, erneuerbaren Energie ist zurzeit nicht optimal. Weiterhin sieht die Studie es als kritisch an, ökologische Nutzfläche durch den Anbau von Mais und Raps als landwirtschaftliche Nutzfläche zum Anbau von Bioenergieträgern zu nutzen anstatt für den Anbau von Lebensmitteln.

Enger Zeitplan

Als der Plan zur Energiewende von der Bundesregierung beschlossen wurde, legte diese eine Erfüllung der Ziele bis 2020 fest. Bis zu diesem Zeitpunkt soll der Ausstoß an gefährlichen Treibhausgasen (THG) wie CO2 im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent gesunken sein. Im vergangenen Jahr lag der Ausstoß von THG bei rund 19 Prozent weniger als noch 20 Jahre zuvor. Um die angestrebten 40 Prozent zu erreichen, müsse der Ausstoß von Emissionen in den kommenden Jahren um bis zu 17 Prozent sinken. Folglich soll in der Hälfte der bereits vorangeschrittenen Zeit, der Gehalt von Treibhausgasen doppelt so stark sinken.
Laut Autoren der Studie wäre die Realisierbarkeit dieses Ziels bis 2050 möglich.

Auch politisch sei der Plan der umfangreichen Energiewende laut Studie der Deutsche Bank Research nur schwer umsetzbar. Hierzu müssen ordnungspolitische Instrumente eingesetzt werden, die wiederum hohe Kosten verursachen und einen Eingriff in das Eingriffsrecht und die Wahlfreiheit der Bürger bedeuten. Dies könnte wiederum Widerstände der Bevölkerung nach sich ziehen.

Fazit

Die Realisierung der gesteckten Ziele zur Umsetzung und Erfüllung der Energiewende bis 2020 ist zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich. Neben den hohen Kosten, dem engen Zeitplan und der politischen Umsetzbarkeit müssen hierzu vorerst physikalische Grenzen behoben werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der Deutsche Bank Research 2016.Durch beispielsweise die Bepreisung von Kohlendioxid könnten weitere Unternehmen dazu bereit sein, ihren Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern. Statt Subventionen für fossile Energieträger zu gewähren, sollten diese zurückgeführt werden und in die Forschung sowie den Waldschutz investiert werden.

Nur durch umfangreiche Maßnahmen, die wirtschaftlich, ökonomisch und ökologisch umsetzbar sind und weiterhin Versorgungssicherheit gewähren, kann die Energiewende erreicht und die ausgeglichene Balance in allen Bereichen erhalten bleiben.

 

Die Energiewende hat sich trotz umfangreichen Förderungen noch nicht derart positiv entwickelt, wie anzunehmen ist. In Deutschland wurden nicht einmal 13 Prozent der Primärenergie aus erneuerbaren Energien gewonnen.
Wie die Entwicklung im Einzelnen aussieht, erfahren Sie auf Sanitaer.org.

Energiewende am Ende?

Ist die Energiewende noch zu schaffen? © AGEB e.V.

Laut einer Studie der Deutsche Bank Research hat die deutsche Energiewende bisher nicht den gewünschten Erfolg. Die Entwicklung liege deutlich hinter dem Zeitplan und nicht einmal die ökologischen Teilziele wurden erreicht. Fortschritte sind nur durch enorme finanzielle Förderungen und Subventionen zu verbuchen – fehlt diese Unterstützung, so wird laut Studie auch nicht in die Nachhaltigkeit investiert. Weiterhin fällt negativ auf, dass keine quantifizierbaren Zielgrößen im Bereich Wirtschaft sowie Versorgungssicherheit vorhanden sind. Die vorgenommenen Ziele in puncto Energiewende werden nicht erreicht, da es hier zum Einen physikalische Grenzen gibt, zum anderen das Zeitbudget fehlt, die politische Machbarkeit nicht gegeben und die Kosten zu hoch sind, so Deutsche Bank Research.

Trotz EEG-Förderung liegt der Anteil der gewonnenen Energie durch Photovoltaik oder Windkraft trotz 15jähriger, finanzieller Unterstützung lediglich bei 3,7 Prozent. Der Großteil der Energie – über 87 Prozent – wird weiterhin über Kernkraft sowie Gas und Öl gewonnen.

Investition nur bei Subvention

Auf Grund der hohen Anschaffungskosten, scheuen viele Bürger den Schritt um privat in erneuerbare Energien zu investieren. Photovoltaik- und Windkraftanlagen sind zwar in der Anschaffung sehr hoch, allerdings amortisieren sich diese Kosten nach einigen Jahren auf Grund der langfristig niedrigen Grenzkosten. Diese Lücke kann wiederum nur durch Förderungen und Subventionen geschlossen werden, da dies laut Studie häufig der größte Anreiz und ausschlaggebende Punkt für derartige zukunftsweisende Investitionen sind.

Nutzen vs. Nutzen

Trotz scheinbar schneller, technischer Entwicklung bei der erneuerbaren Energie, ist die Leistungsfähigkeit dieser noch nicht vollkommen optimiert. Die Anlagen leisten oftmals nicht genug, um entsprechend andere Energiequellen abzulösen.
So nutzten etwa Onshore-Anlagen etwa 17 Prozent und Photovoltaik-Anlagen sogar nur 11 Prozent der maximalen Volllaststunden. Auch die Speichermöglichkeiten der gewonnen, erneuerbaren Energie ist zurzeit nicht optimal. Weiterhin sieht die Studie es als kritisch an, ökologische Nutzfläche durch den Anbau von Mais und Raps als landwirtschaftliche Nutzfläche zum Anbau von Bioenergieträgern zu nutzen anstatt für den Anbau von Lebensmitteln.

Enger Zeitplan

Als der Plan zur Energiewende von der Bundesregierung beschlossen wurde, legte diese eine Erfüllung der Ziele bis 2020 fest. Bis zu diesem Zeitpunkt soll der Ausstoß an gefährlichen Treibhausgasen (THG) wie CO2 im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent gesunken sein. Im vergangenen Jahr lag der Ausstoß von THG bei rund 19 Prozent weniger als noch 20 Jahre zuvor. Um die angestrebten 40 Prozent zu erreichen, müsse der Ausstoß von Emissionen in den kommenden Jahren um bis zu 17 Prozent sinken. Folglich soll in der Hälfte der bereits vorangeschrittenen Zeit, der Gehalt von Treibhausgasen doppelt so stark sinken.
Laut Autoren der Studie wäre die Realisierbarkeit dieses Ziels bis 2050 möglich.

Auch politisch sei der Plan der umfangreichen Energiewende laut Studie der Deutsche Bank Research nur schwer umsetzbar. Hierzu müssen ordnungspolitische Instrumente eingesetzt werden, die wiederum hohe Kosten verursachen und einen Eingriff in das Eingriffsrecht und die Wahlfreiheit der Bürger bedeuten. Dies könnte wiederum Widerstände der Bevölkerung nach sich ziehen.

Fazit

Die Realisierung der gesteckten Ziele zur Umsetzung und Erfüllung der Energiewende bis 2020 ist zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich. Neben den hohen Kosten, dem engen Zeitplan und der politischen Umsetzbarkeit müssen hierzu vorerst physikalische Grenzen behoben werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der Deutsche Bank Research 2016.Durch beispielsweise die Bepreisung von Kohlendioxid könnten weitere Unternehmen dazu bereit sein, ihren Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern. Statt Subventionen für fossile Energieträger zu gewähren, sollten diese zurückgeführt werden und in die Forschung sowie den Waldschutz investiert werden.

Nur durch umfangreiche Maßnahmen, die wirtschaftlich, ökonomisch und ökologisch umsetzbar sind und weiterhin Versorgungssicherheit gewähren, kann die Energiewende erreicht und die ausgeglichene Balance in allen Bereichen erhalten bleiben.

 

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