Qualität verpflichtet – eine Initiative von Sanitaer.org
 

Kalk und Biofilm – der Notfall-Plan beim drohenden Infarkt von Trinkwasserleitungen in der Hausinstallation

Ablagerungen von Kalk oder Biofilm sind in allen wasserführenden Leitungen möglich, unabhängig von deren Material und unabhängig von der Wassertemperatur. Damit es nicht zum „Infarkt“ der Wasserinstallation kommt, also zu einer kompletten Zusetzung der Rohre, sollten Sie rechtzeitig die Leitungen professionell reinigen lassen.

Welche Ablagerungen bilden sich in den Wasserrohren?

So kann eine Wasserleitung aussehen, wenn sich Ablagerungen gebildet haben. © KEBOS

Für die Kalkablagerungen in Wasserleitungen sind die im Wasser enthaltenen Mineralien Magnesium und Kalzium verantwortlich. Je mehr Kalkgestein, Dolomitgestein oder Gipsgestein in einer Region vorkommt, desto härter/kalkreicher ist das Wasser. Solange es sich nur um dünne Kalkablagerungen an den Rohrwänden handelt, sind noch keine Probleme zu befürchten. Bei korrosionsanfälligen Rohrmaterialien bietet die dünne Schicht sogar Vorteile, da sie als Schutzfilm die Korrosion verhindert. Sind die Rohre aber schon so von Ablagerungen zugesetzt, dass sie den Durchfluss beeinträchtigen, ist schnelles Handeln angeraten.

Besonders kritisch in Hinsicht auf die hygienische Qualität des Trinkwassers sind organische Ablagerungen in Wasserrohren, der sogenannte Biofilm. Dabei handelt es sich um einen schmierigen Belag mit bräunlich-grüner Färbung, der durch Stoffwechselprodukte von Bakterien entsteht. Im Gegensatz zu einer sauberen Rohrinnenwand bildet der schmierige Belag eine unebene Oberfläche, die perfekte Lebensbedingungen für Keime bietet. Sie können sich darin nicht nur besser anhaften und vermehren, sondern sind auch geschützt vor herkömmlichen Hygienemitteln, die dem Wasser zugeführt werden.

Je mehr sich die braun-grüne Schicht in den Rohren verstärkt, desto schlechter fließt Wasser hindurch und desto besser kann sich der Biofilm ausbreiten.

Was passiert durch die Ablagerungen?

Problematisch werden die Ablagerungen vor allem dann, wenn sich der Leitungsquerschnitt immer weiter verkleinert. Dadurch erhöht sich das Risiko für einen Rohrbruch bzw. die Entstehung kleiner, undichter Stellen in den Rohrleitungen. Wenn sich der Wasserdruck aufgrund des geringeren Querschnitts verschlechtert, erhöht sich zudem die Gefahr, dass Geräte wie Spülmaschine oder Waschmaschine beschädigt werden, denn dort erfolgt die Zuflussregelungen oft hydraulisch.

Hinweise auf Ablagerungen ernst nehmen

Wie bereits beschrieben verringern sich durch die Ablagerungen die Rohr-Durchmesser, sodass sich die Durchflussmengen reduzieren. Das macht sich folgendermaßen bemerkbar:

  • trotz maximal aufgedrehtem Wasserhahn fließt das Wasser nur mit geringem Druck
  • an Armaturen und Perlatoren sind stärkere Kalkablagerungen erkennbar

Wenn Sie diese „Notsignale“ der Wasserleitungen ignorieren, ist ein Wasserleitungsinfarkt vorprogrammiert. Wenn Wasser kaum noch oder gar nicht durch die Rohre fließen kann, hilft nur noch eine komplette Erneuerung des Leitungsnetzes. Und das ist natürlich mit einem sehr hohen Kostenaufwand verbunden, von den Beeinträchtigungen der Wassernutzung ganz abgesehen.

Nehmen Sie deshalb die Zeichen für starke Ablagerungen in den Wasserrohren ernst und entscheiden Sie sich gleich für eine professionelle Reinigung Ihrer Rohrleitungen.

Rechtzeitig handeln und den Infarkt der Wasserleitungen verhindern

Sind die Leitungen nur teilweise mit Kalk oder Biofilm zugesetzt, ist eine Reinigung mittels Leitungsspülung möglich. Dabei kommen je nach Material der Rohrleitungen verschiedene Chemikalien zum Einsatz, welche lediglich die Ablagerungen angreifen, nicht aber die Rohre selbst. Außerdem werden die Chemikalien der Intensität und der Art der Verschmutzung entsprechend ausgewählt.

Nach der Rohrreinigung sehen die Wasserleitungen wieder aus wie neu. © KEBOS

Um zu verhindern, dass nach der Leitungsspülung Reste der Chemikalien in den Wasserrohren verbleiben, erfolgt nach der Spülung eine Neutralisierung und Passivierung. Das sorgt nicht nur für einwandfreies Wasser und einen normalen Wasserdurchlauf, sondern auch für einen zusätzlichen Korrosionsschutz in den Rohren.

Fazit:

Werden Ablagerungen durch Biofilm oder Kalk nicht rechtzeitig entfernt, droht ein vollständiger Rohrverschluss, was den Ausfall der Wasserversorgung und Rohrbrüche und in der Folge hohe Kosten verursachen kann. Reagieren Sie deshalb schon bei typischen Anzeichen von verstärkten Ablagerungen. Mit einer fachgerecht durchgeführten Leitungsspülung werden alle Ablagerungen schonend entfernt. Das ist wesentlich zeitsparender und günstiger als Sanierungsarbeiten aufgrund defekter Wasserleitungen.

Info zum Gastautor:
Kebos ist seit 1974 im Bereich Entkalkung und Reinigung technischer Anlagen tätig. 2003 wurde das Dienstleistungsangebot um den Bereich Trinkwasser-Hygiene erweitert, d.h. das Unternehmen ist seitdem ein nach VDI 6023 zertifizierter und zugelassener SHK-Fachbetrieb. Darunter fallen u.a. die Erstellung von Gefährdungsanalysen sowie die Reinigung und Desinfektion von Trinkwassernetzen.

Ablagerungen von Kalk oder Biofilm sind in allen wasserführenden Leitungen möglich, unabhängig von deren Material und unabhängig von der Wassertemperatur. Damit es nicht zum „Infarkt“ der Wasserinstallation kommt, also zu einer kompletten Zusetzung der Rohre, sollten Sie rechtzeitig die Leitungen professionell reinigen lassen.

Welche Ablagerungen bilden sich in den Wasserrohren?

So kann eine Wasserleitung aussehen, wenn sich Ablagerungen gebildet haben. © KEBOS

Für die Kalkablagerungen in Wasserleitungen sind die im Wasser enthaltenen Mineralien Magnesium und Kalzium verantwortlich. Je mehr Kalkgestein, Dolomitgestein oder Gipsgestein in einer Region vorkommt, desto härter/kalkreicher ist das Wasser. Solange es sich nur um dünne Kalkablagerungen an den Rohrwänden handelt, sind noch keine Probleme zu befürchten. Bei korrosionsanfälligen Rohrmaterialien bietet die dünne Schicht sogar Vorteile, da sie als Schutzfilm die Korrosion verhindert. Sind die Rohre aber schon so von Ablagerungen zugesetzt, dass sie den Durchfluss beeinträchtigen, ist schnelles Handeln angeraten.

Besonders kritisch in Hinsicht auf die hygienische Qualität des Trinkwassers sind organische Ablagerungen in Wasserrohren, der sogenannte Biofilm. Dabei handelt es sich um einen schmierigen Belag mit bräunlich-grüner Färbung, der durch Stoffwechselprodukte von Bakterien entsteht. Im Gegensatz zu einer sauberen Rohrinnenwand bildet der schmierige Belag eine unebene Oberfläche, die perfekte Lebensbedingungen für Keime bietet. Sie können sich darin nicht nur besser anhaften und vermehren, sondern sind auch geschützt vor herkömmlichen Hygienemitteln, die dem Wasser zugeführt werden.

Je mehr sich die braun-grüne Schicht in den Rohren verstärkt, desto schlechter fließt Wasser hindurch und desto besser kann sich der Biofilm ausbreiten.

Was passiert durch die Ablagerungen?

Problematisch werden die Ablagerungen vor allem dann, wenn sich der Leitungsquerschnitt immer weiter verkleinert. Dadurch erhöht sich das Risiko für einen Rohrbruch bzw. die Entstehung kleiner, undichter Stellen in den Rohrleitungen. Wenn sich der Wasserdruck aufgrund des geringeren Querschnitts verschlechtert, erhöht sich zudem die Gefahr, dass Geräte wie Spülmaschine oder Waschmaschine beschädigt werden, denn dort erfolgt die Zuflussregelungen oft hydraulisch.

Hinweise auf Ablagerungen ernst nehmen

Wie bereits beschrieben verringern sich durch die Ablagerungen die Rohr-Durchmesser, sodass sich die Durchflussmengen reduzieren. Das macht sich folgendermaßen bemerkbar:

  • trotz maximal aufgedrehtem Wasserhahn fließt das Wasser nur mit geringem Druck
  • an Armaturen und Perlatoren sind stärkere Kalkablagerungen erkennbar

Wenn Sie diese „Notsignale“ der Wasserleitungen ignorieren, ist ein Wasserleitungsinfarkt vorprogrammiert. Wenn Wasser kaum noch oder gar nicht durch die Rohre fließen kann, hilft nur noch eine komplette Erneuerung des Leitungsnetzes. Und das ist natürlich mit einem sehr hohen Kostenaufwand verbunden, von den Beeinträchtigungen der Wassernutzung ganz abgesehen.

Nehmen Sie deshalb die Zeichen für starke Ablagerungen in den Wasserrohren ernst und entscheiden Sie sich gleich für eine professionelle Reinigung Ihrer Rohrleitungen.

Rechtzeitig handeln und den Infarkt der Wasserleitungen verhindern

Sind die Leitungen nur teilweise mit Kalk oder Biofilm zugesetzt, ist eine Reinigung mittels Leitungsspülung möglich. Dabei kommen je nach Material der Rohrleitungen verschiedene Chemikalien zum Einsatz, welche lediglich die Ablagerungen angreifen, nicht aber die Rohre selbst. Außerdem werden die Chemikalien der Intensität und der Art der Verschmutzung entsprechend ausgewählt.

Nach der Rohrreinigung sehen die Wasserleitungen wieder aus wie neu. © KEBOS

Um zu verhindern, dass nach der Leitungsspülung Reste der Chemikalien in den Wasserrohren verbleiben, erfolgt nach der Spülung eine Neutralisierung und Passivierung. Das sorgt nicht nur für einwandfreies Wasser und einen normalen Wasserdurchlauf, sondern auch für einen zusätzlichen Korrosionsschutz in den Rohren.

Fazit:

Werden Ablagerungen durch Biofilm oder Kalk nicht rechtzeitig entfernt, droht ein vollständiger Rohrverschluss, was den Ausfall der Wasserversorgung und Rohrbrüche und in der Folge hohe Kosten verursachen kann. Reagieren Sie deshalb schon bei typischen Anzeichen von verstärkten Ablagerungen. Mit einer fachgerecht durchgeführten Leitungsspülung werden alle Ablagerungen schonend entfernt. Das ist wesentlich zeitsparender und günstiger als Sanierungsarbeiten aufgrund defekter Wasserleitungen.

Info zum Gastautor:
Kebos ist seit 1974 im Bereich Entkalkung und Reinigung technischer Anlagen tätig. 2003 wurde das Dienstleistungsangebot um den Bereich Trinkwasser-Hygiene erweitert, d.h. das Unternehmen ist seitdem ein nach VDI 6023 zertifizierter und zugelassener SHK-Fachbetrieb. Darunter fallen u.a. die Erstellung von Gefährdungsanalysen sowie die Reinigung und Desinfektion von Trinkwassernetzen.

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