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Rechtliches beim Poolbau: Baugenehmigung für den eigenen Pool?

Viele Hauseigentümer mit großem Garten wünschen sich einen kleinen Pool. Im Sommer können Sie sich hier ideal abkühlen und dabei die Ruhe in Ihrem eigenen Garten genießen. Doch wird für den Bau eines Poos eine Baugenehmigung benötigt? Sanitaer.org klärt die Fragen.

Ab einer bestimmten Größe bedarf der Poolbau einer Baugenehmigung

Erst ab einer bestimmten Größe bedarf der Poolbau einer Baugenehmigung. © Rainer Sturm / pixelio.de

Viele Grundstücksbesitzer und Hauseigentümer gehen davon aus, dass Sie Ihr Grundstück nach Ihren Wünschen gestalten dürfen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Ausnahmen sind zum Beispiel der Bau von Mauern und Gebäuden und das Anlegen von Teichen. Hier sollten bestimmte Vorschriften – schon alleine zur Wahrung des nachbarschaftlichen Friedens – gewahrt werden. Teilweise müssen Sie auch das Bauamt in Ihrer Region über bauliche Maßnahmen in Kenntnis setzen oder die Bewilligung einholen. Doch benötigen Sie auch eine Baugenehmigung für den Bau Ihres eigenen Pools? Diese Frage ist nicht so einfach mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten.

Baugenehmigung für den Poolbau

In den meisten deutschen Bundesländern ist der Bau eines Pools genehmigungsfrei – vorausgesetzt das Becken überschreitet das Volumen von 100 Kubikmeter nicht (Achtung: In einigen Bundesländern liegt die Grenze bei 50 Kubikmetern). Planen Sie also einen eher kleinen Pool mit den üblichen Maßen 4 mal 8 mal 1,5 Metern (= 48 Kubikmeter) so ist die Baugenehmigung des Poolbaus nicht nötig. Dennoch müssen Sie das Bauamt aus Ihrer Region über Ihren Plan in Kenntnis setzen (Baumeldung). Auch die Fertigstellung muss mitgeteilt werden (Baufertigmeldung). Eine Planzeichnung von Ihrem Grundstück sowie Fotos reichen hier allerdings oftmals aus. Wichtig ist, dass die Maße stimmen. Fragen Sie am besten direkt beim Bauamt nach, welche Unterlagen und Dokumente darüber hinaus benötigt werden. Die Behörde schaut sich anschließend die Unterlagen an und erteilt eine Baubewilligung. Der Pool muss also nicht vorab genehmigt werden, jedoch grundsätzlich planungsrechtlich zulässig sein.

Das Bauamt aus Ihrer Region kontrolliert nicht nur das Bauvorhaben, es unterstützt Sie auch. So teilt Ihnen die Behörde mit, wie die Abstände zur Grundstücksgrenze sein müssen, damit der Poolbau genehmigt wird. Auch über die Wasserentsorgung sowie einen Kanalanschluss informiert Sie das Bauamt.

ACHTUNG:
Sanitaer,org ist keine Rechtsberatung. Für eine exakte Rechtsauskunft wenden Sie sich bitte an einen fachkundigen Rechtsanwalt.

Bei der Planung Ihres Pools sollten Sie auch darauf achten, dass Ihr Schwimmbecken an die Strom- und Wasserleitungen angeschlossen werden muss. Zur Vermeidung aufwendiger Neuverlegungen, sollten Sie dies bei Ihrer Planung berücksichtigen. Am besten platzieren Sie Ihren Pool in die Nähe von Versorgungsleitungen und achten darauf, dass er gen Südosten ausgerichtet ist. Letzteres ermöglicht Ihnen das Erwärmen des Wassers mit Hilfe von Sonneneinstrahlung.

Baugenehmigung für den Bau eines Innenpools

Wünschen Sie sich in Ihrem Keller oder allgemein in Ihrem Haus einen Innenpool, so bedarf dieser Poolbau einer Baugenehmigung. Zudem sollten Sie das Bauvorhaben mit dem zuständigen Architekten besprochen werden, da die Statik sowie die Eigenschaften der Haussubstanz diesem Bauvorhaben standhalten müssen. Der Architekt kümmert sich teilweise auch um die Genehmigung, die nach dem Einreichen des Bauantrages, weiterer Bauunterlagen sowie deren Prüfung erteilt wird. Neben der Statik und der Haussubstanz müssen Sie hierbei auch an eine entsprechende Entfeuchtungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Wärmepumpen und die damit verbundene finanzielle Belastung denken. Weitere Informationen über den Bau eines Innenpools finden Sie hier.

Keine Baugenehmigung für temporär aufgebaute Pools

Möchten Sie nicht gleich Ihren Garten umbauen, nur um im Sommer eine kühle Erfrischung zu haben, so können Sie anstatt auf ein eingelassenes Schwimmbecken auch auf eine Quick-Up-Pool oder ein aufblasbares Schwimmbecken entscheiden. Diese Erfrischungen bedürfen weder einer Baugenehmigung noch müssen Sie umständlich für den Winter gerüstet werden.

ACHTUNG:
Ein Swimming-Pool kann für Kleinkinder und Haustiere sowie andere Tiere schnell zur Gefahrenzone werden. Sie können hier reinfallen und ertrinken. Poolbesitzer haben daher eine Verkehrssicherungspflicht. Sie müssen also die Risiken minimieren. Effektive Hilfsmittel sind ein Zaun um das Pool oder das Grundstück oder eine stabile Abdeckung, die das Wasser auch vor herunterfallendem Dreck schützt. Denken Sie auch an Treppen und Leitern. Informieren Sie sich am besten bei einem Fachbetrieb in Ihrer Region über weitere Möglichkeiten. Dieser kann Ihnen zudem auch eine Poolheizung in Ihr Schwimmbecken bauen, sodass Sie nicht lange warten müssen, ehe Sie schwimmen können.

Unabhängig davon, ob Sie einen temporären oder einen eingelassenen Pool in Ihrem Garten installieren, sollten Sie auch an eine Gartendusche denken. So haben Sie zum einen die Möglichkeit, sich kurzzeitig draußen zu erfrischen sowie vor und nach dem Bad in Ihrem eigenen Schwimmbecken kurz abzuduschen. Dies ist zudem hygienischer.

Fazit

Für den Bau eines Pools bis zu einem Volumen von 100 Kubikmeter benötigen Sie keine Baugenehmigung (Achtung: In einigen Bundesländern liegt die Grenze bei 50 Kubikmetern). Allerdings müssen Sie das Bauamt aus Ihrer Region über Ihre Pläne sowie deren Fertigstellung informieren. Die Behörde liefert Ihnen darüber hinaus nützliche Tipps auch zu den Themen Grundstücksgrenze, Kanalanschluss und Wasserentsorgung. Für die professionelle Umsetzung des Pools beauftragen Sie am besten einen Fachbetrieb aus Ihrer Umgebung, der sich mit Schwimmbadtechnik auskennt. Dieser achtet auch darauf, dass alle wichtigen Vorschriften und Vorkehrungsmaßnahmen berücksichtigt werden.

 

Viele Hauseigentümer mit großem Garten wünschen sich einen kleinen Pool. Im Sommer können Sie sich hier ideal abkühlen und dabei die Ruhe in Ihrem eigenen Garten genießen. Doch wird für den Bau eines Poos eine Baugenehmigung benötigt? Sanitaer.org klärt die Fragen.

Ab einer bestimmten Größe bedarf der Poolbau einer Baugenehmigung

Erst ab einer bestimmten Größe bedarf der Poolbau einer Baugenehmigung. © Rainer Sturm / pixelio.de

Viele Grundstücksbesitzer und Hauseigentümer gehen davon aus, dass Sie Ihr Grundstück nach Ihren Wünschen gestalten dürfen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Ausnahmen sind zum Beispiel der Bau von Mauern und Gebäuden und das Anlegen von Teichen. Hier sollten bestimmte Vorschriften – schon alleine zur Wahrung des nachbarschaftlichen Friedens – gewahrt werden. Teilweise müssen Sie auch das Bauamt in Ihrer Region über bauliche Maßnahmen in Kenntnis setzen oder die Bewilligung einholen. Doch benötigen Sie auch eine Baugenehmigung für den Bau Ihres eigenen Pools? Diese Frage ist nicht so einfach mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten.

Baugenehmigung für den Poolbau

In den meisten deutschen Bundesländern ist der Bau eines Pools genehmigungsfrei – vorausgesetzt das Becken überschreitet das Volumen von 100 Kubikmeter nicht (Achtung: In einigen Bundesländern liegt die Grenze bei 50 Kubikmetern). Planen Sie also einen eher kleinen Pool mit den üblichen Maßen 4 mal 8 mal 1,5 Metern (= 48 Kubikmeter) so ist die Baugenehmigung des Poolbaus nicht nötig. Dennoch müssen Sie das Bauamt aus Ihrer Region über Ihren Plan in Kenntnis setzen (Baumeldung). Auch die Fertigstellung muss mitgeteilt werden (Baufertigmeldung). Eine Planzeichnung von Ihrem Grundstück sowie Fotos reichen hier allerdings oftmals aus. Wichtig ist, dass die Maße stimmen. Fragen Sie am besten direkt beim Bauamt nach, welche Unterlagen und Dokumente darüber hinaus benötigt werden. Die Behörde schaut sich anschließend die Unterlagen an und erteilt eine Baubewilligung. Der Pool muss also nicht vorab genehmigt werden, jedoch grundsätzlich planungsrechtlich zulässig sein.

Das Bauamt aus Ihrer Region kontrolliert nicht nur das Bauvorhaben, es unterstützt Sie auch. So teilt Ihnen die Behörde mit, wie die Abstände zur Grundstücksgrenze sein müssen, damit der Poolbau genehmigt wird. Auch über die Wasserentsorgung sowie einen Kanalanschluss informiert Sie das Bauamt.

ACHTUNG:
Sanitaer,org ist keine Rechtsberatung. Für eine exakte Rechtsauskunft wenden Sie sich bitte an einen fachkundigen Rechtsanwalt.

Bei der Planung Ihres Pools sollten Sie auch darauf achten, dass Ihr Schwimmbecken an die Strom- und Wasserleitungen angeschlossen werden muss. Zur Vermeidung aufwendiger Neuverlegungen, sollten Sie dies bei Ihrer Planung berücksichtigen. Am besten platzieren Sie Ihren Pool in die Nähe von Versorgungsleitungen und achten darauf, dass er gen Südosten ausgerichtet ist. Letzteres ermöglicht Ihnen das Erwärmen des Wassers mit Hilfe von Sonneneinstrahlung.

Baugenehmigung für den Bau eines Innenpools

Wünschen Sie sich in Ihrem Keller oder allgemein in Ihrem Haus einen Innenpool, so bedarf dieser Poolbau einer Baugenehmigung. Zudem sollten Sie das Bauvorhaben mit dem zuständigen Architekten besprochen werden, da die Statik sowie die Eigenschaften der Haussubstanz diesem Bauvorhaben standhalten müssen. Der Architekt kümmert sich teilweise auch um die Genehmigung, die nach dem Einreichen des Bauantrages, weiterer Bauunterlagen sowie deren Prüfung erteilt wird. Neben der Statik und der Haussubstanz müssen Sie hierbei auch an eine entsprechende Entfeuchtungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Wärmepumpen und die damit verbundene finanzielle Belastung denken. Weitere Informationen über den Bau eines Innenpools finden Sie hier.

Keine Baugenehmigung für temporär aufgebaute Pools

Möchten Sie nicht gleich Ihren Garten umbauen, nur um im Sommer eine kühle Erfrischung zu haben, so können Sie anstatt auf ein eingelassenes Schwimmbecken auch auf eine Quick-Up-Pool oder ein aufblasbares Schwimmbecken entscheiden. Diese Erfrischungen bedürfen weder einer Baugenehmigung noch müssen Sie umständlich für den Winter gerüstet werden.

ACHTUNG:
Ein Swimming-Pool kann für Kleinkinder und Haustiere sowie andere Tiere schnell zur Gefahrenzone werden. Sie können hier reinfallen und ertrinken. Poolbesitzer haben daher eine Verkehrssicherungspflicht. Sie müssen also die Risiken minimieren. Effektive Hilfsmittel sind ein Zaun um das Pool oder das Grundstück oder eine stabile Abdeckung, die das Wasser auch vor herunterfallendem Dreck schützt. Denken Sie auch an Treppen und Leitern. Informieren Sie sich am besten bei einem Fachbetrieb in Ihrer Region über weitere Möglichkeiten. Dieser kann Ihnen zudem auch eine Poolheizung in Ihr Schwimmbecken bauen, sodass Sie nicht lange warten müssen, ehe Sie schwimmen können.

Unabhängig davon, ob Sie einen temporären oder einen eingelassenen Pool in Ihrem Garten installieren, sollten Sie auch an eine Gartendusche denken. So haben Sie zum einen die Möglichkeit, sich kurzzeitig draußen zu erfrischen sowie vor und nach dem Bad in Ihrem eigenen Schwimmbecken kurz abzuduschen. Dies ist zudem hygienischer.

Fazit

Für den Bau eines Pools bis zu einem Volumen von 100 Kubikmeter benötigen Sie keine Baugenehmigung (Achtung: In einigen Bundesländern liegt die Grenze bei 50 Kubikmetern). Allerdings müssen Sie das Bauamt aus Ihrer Region über Ihre Pläne sowie deren Fertigstellung informieren. Die Behörde liefert Ihnen darüber hinaus nützliche Tipps auch zu den Themen Grundstücksgrenze, Kanalanschluss und Wasserentsorgung. Für die professionelle Umsetzung des Pools beauftragen Sie am besten einen Fachbetrieb aus Ihrer Umgebung, der sich mit Schwimmbadtechnik auskennt. Dieser achtet auch darauf, dass alle wichtigen Vorschriften und Vorkehrungsmaßnahmen berücksichtigt werden.