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Wasserleitung

Wasserleitung verlegen – Kosten, Risiken und fachgerechtes Vorgehen

Wenn Sie eine neue Wasserleitung verlegen möchten, gibt es einige wichtige Faktoren, die unbedingt beachtet werden müssen. Vom richtigen Material bis zu den genauen Maßen – Sanitaer.org informiert Sie exklusiv und vermittelt Sanitärprofis, die Ihnen behilflich sein können!

Inhaltsverzeichnis
  1. Materialien
  2. Schäden vorbeugen
  3. Fazit
Wasserleitung-verlegen

Damit im Bad alles funktioniert, sollten Sie die Wasserleitung von einem Experten verlegen und sich zuvor über Material und Kosten beraten lassen! © Bergmann & Franz; KOHLER – Das Bad; Serie Reach

Sie möchten eine neue Wasserleitung verlegen, sind jedoch unsicher, welches Material sich am besten für Ihre Zwecke eignet? Sie würden gern mehr über die Vorzüge von flexiblen Wasserleitungen erfahren oder darüber, wie Sie im Schadensfall vorgehen können beziehungsweise sollten? Wir sagen Ihnen, warum flexible Wasserleitungen aus Kunststoff so gefragt sind, mit welchen Anschaffungskosten Sie rechnen müssen und wie Sie möglichen Schäden an den Leitungen präventiv entgegenwirken können!

Wasserleitung verlegen – Materialien und Kosten

Egal, ob Sie neue Wasserleitungen verlegen oder bestehende reparieren möchten – fachgerechtes Vorgehen ist das A und O, damit Sie nicht mit unangenehmen Folgeschäden kämpfen müssen. Bevor Sie sich allerdings Gedanken über das Verlegen der Leitungen machen können, müssen Sie sich zunächst über die möglichen Materialien und dazugehörigen Kosten informieren. Wir haben für Sie einen Vergleich zwischen Kupfer-, Edelstahl- und Kunststoffleitungen zusammengestellt:

Wasserleitungen aus Kupfer

Kupfer ist eines der widerstandsfähigsten und langlebigsten Materialien. In der Regel müssen Sie sich nach frühestens 50 Jahren Gedanken über einen Austausch machen, wobei die meisten Leitungen sogar deutlich über 100 Jahre Verwendung finden. Bei saurem Wasser kann es allerdings passieren, dass sich das Kupfer löst und das Konsumieren des Wassers gesundheitsgefährdend sein kann. Zudem steigen die Kupferpreise regelmäßig, weshalb die Kosten für die Anschaffung von Kupferrohren deutlich über denen aus anderen Materialien liegen. Für Leitungen über 10m mit einem Außendurchmesser von 10mm werden ungefähr 40-50 Euro fällig.

Wasserleitungen aus Edelstahl

Leitungen aus Edelstahl sind ebenfalls sehr langlebig und zudem auch unbedenklich für die Gesundheit, da sie die Reinheit des Wassers nicht beeinflussen. Dies gilt allerdings nur für Rohre, die über sogenannte Pressfittings miteinander verbunden werden.

ACHTUNG:
Beim Verschweißen der Edelstahlrohre können sich aus den Nähten Chrom und Nickel ablösen, was wiederum negative Auswirkungen auf die Wasserqualität und die Gesundheit haben kann. Mit rund 60 Euro für 10m sind Wasserrohre aus Edelstahl zudem ungleich teurer als andere Materialien.

Wasserleitungen aus Kunststoff

Wasserleitungen aus Kunststoff sind nicht nur am günstigsten in der Anschaffung (100m kosten in etwa 80 Euro) – sie verfügen auch über natürliche Eigenschaften, die ihnen klare Vorteile gegenüber der „Konkurrenz“ einräumen: Wasserleitungen aus Polyethylen (PE) oder Polyvinylchlorid (PVC) können nicht rosten und sind zudem flexibel, das heißt, dass sie beispielsweise dem Druck von gefrorenem Wasser standhalten können und nicht bersten. Die glatte Oberfläche verhindert zudem eine Ablagerung von Kalk und Schmutz. So entfällt nicht nur das regelmäßige Entkalken der Wasserleitung – auch die Qualität des Wassers selbst bleibt unberührt.

Wie Sie Schäden an den Wasserleitungen vorbeugen können!

Wenn Sie sich für ein geeignetes Material entschieden haben, sollten Sie sich als Nächstes auf die Suche nach einem kompetenten Sanitärbetrieb machen, der die neue Wasserleitung verlegen kann. Es gilt zahllose Faktoren zu beachten, beispielsweise das sachgemäße Verbinden der einzelnen Rohre und den Einbau eines Druckminderers, sodass Sie als Laie der Arbeit des Profis Vertrauen schenken sollten. Auf Sanitaer.org können Sie kostenlos und unverbindlich Fachbetriebe aus Ihrer Region kontaktieren! Füllen Sie hierzu einfach unser benutzerfreundliches Kontaktformular aus und holen Sie sich so bis zu drei konkrete Angebote von Sanitärbetrieben aus der Umgebung! So können Sie nicht nur die Installation der Wasserleitungen in kompetente Hände legen – sondern sich auch zuvor fachmännisch beraten lassen und Kosten vergleichen!

Unabhängig vom Material der Wasserleitung sollten Sie diese ausreichend isolieren – insbesondere dann, wenn die Umgebungstemperaturen im Winter extrem niedrig sind. Hierfür können Sie beispielsweise im Keller, wo Sie freien Zugang zu Rohren haben, in besonders kalten Wintertagen zusätzlich noch Decken um die Wasserleitung legen. Mit Frostschutzheizkabeln und Frostschutzmitteln können Sie bereits vor Eintritt der Minustemperaturen Ihre Wasserleitungen gut auf den Winter vorbereiten und etwaigen Schäden durch Rohrbrüche oder einem unterbrochenen Wasserfluss vorbeugen!

Fazit

Wenn Sie eine neue Wasserleitung verlegen möchten, müssen Sie sich zunächst Gedanken machen, welches Material sich für Ihre Zwecke am ehesten eignet und welches Budget Ihnen zur Verfügung steht – gerade bei entsprechenden Maßen können mehrere Hundert Euro zwischen einem Kunststoff- und einem Edelstahlrohr liegen. Dabei sind Wasserleitungen aus Kunststoff nicht nur am günstigsten, sondern zudem auch am widerstandsfähigsten, da das Material nicht oxidiert und sich Kalk und Schmutz kaum ablagern können. Das eigentliche Verlegen sollten Sie in jedem Fall einem Sanitärprofi überlassen, der genauestens Maß nehmen kann, die einzelnen Leitungen zuverlässig miteinander verbindet und zusätzlich auch isoliert.